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Für Kindertagesstätten

Die Praxis zeigt, dass die Integration von Kindern mit besonderen Bedürfnissen für Kindertagesstätten grundsätzlich tragbar ist. Die Beurteilung der personellen, materiellen und baulichen Rahmenbedingungen in einer Kindertagesstätte ist aber stark davon abhängig, welche besonderen Bedürfnisse das KITAplus-Kind aufweist.

In der Praxis hat es sich bewährt, dass die Ziele und Vorstellungen von Eltern und Kita-Personal bereits vor Betreuungsbeginn in Zusammenarbeit mit der Heilpädagogischen Früherzieherin KITAplus besprochen und festgelegt werden. Derart kann von Beginn weg die Integration mit realistischen Zielen und Massnahmen erfolgen.

Die Praxiserfahrung zeigt auch, dass der Betreuungs- und Organisationsaufwand zu Beginn höher ist und nach einer oftmals anspruchsvollen Startphase abnimmt. Je nach Grad der Bedürfnisse benötigen Kinder mit besonderen Bedürfnissen nicht mehr Begleitung als andere Kinder. Sind die Anforderungen hoch, begleitet und unterstützt KITAplus die Kindertagesstätten mit individuellen Unterstützungsmassnahmen. Dies ist einer der Gründe, dass alle Kindertagesstätten, welche bisher Kinder mit KITAplus betreut haben, dies auch weiterhin machen.

Bewährt hat sich, dass sich alle Beteiligten genügend Zeit lassen. Für Kinder und Eltern ist es oftmals der erste Schritt aus der Familie heraus und für das Kita-Personal ist es meist ein neues Betreuungssetting. Auf Seiten Kita ist eine hohe Flexibilität hilfreich. Zudem sollten sich die Kita-Trägerschaft und das Kita-Team als Ganzes der Integration verschreiben.

Die Sicht der Kindertagesstätten finden Sie im Auswertungsbericht der Pädagogischen Hochschule Luzern ab Seite 31. Ab Seite 45 wird zudem beschrieben, dass die anderen Eltern und Kinder in der Kita die Integration von Kindern mit besonderen Bedürfnisse durchaus positiv wahrnehmen.